EasterHack2004Log: Difference between revisions

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'''09.04.2004'''
'''09.04.2004'''


<p align="justify">
Kathe und ich sind so gegen 1030 in München angekommen. 1stein und Sphaera sind schon am Vortag angereist und lagen noch in den Federn. Wir meldeten uns erstmal am Eingang und alles ging schnell und unkompliziert. Wir hatten vorab überwiesen und unsere Badges waren schon gedruckt und einlaminiert. Wir bekamen zusammen mit dem Phone Operation Center [POC] Platz im ersten Stock. Also schleppten wir erstmal unsere Projekte und Rechner hoch und gingen dann zur Eröffnungsveranstaltung um 1200 in die Aula. Der Vertrag mit dem "Eine Welt Haus" beinhaltet eine komische Regel, die besagt, dass wenn jemand mit Einweggeschirr oder Einwegbesteck gesehen wird, die Veranstaltung sofort abgebrochen wird. Nun ja wir benutzen sowas eh nie. Im gesamten Gebäude ist Rauchverbot, was ich als sehr angenehm empfinde, auch wenn ich selbst zur qualmenden Fraktion gehöre. Eine weitere Regel besagt, dass um 0100 das Gebäude geräumt sein muss und niemand im Gebäude übernachten darf. Nicht gerade CCC typisch, dass um 1 Uhr Schluss ist, aber somit sind morgens um 1000 deutlich mehr Gesichter zu sehen. Der Fahrplan war echt chaotisch und wurde ständig aus allerlei Gründen geändert. Nach der organisatorischen Besprechung fingen wir an, die BlinkenArea aufzubauen.
Kathe und ich sind so gegen 1030 in München angekommen. 1stein und Sphaera sind schon am Vortag angereist und lagen noch in den Federn. Wir meldeten uns erstmal am Eingang und alles ging schnell und unkompliziert. Wir hatten vorab überwiesen und unsere Badges waren schon gedruckt und einlaminiert. Wir bekamen zusammen mit dem Phone Operation Center [POC] Platz im ersten Stock. Also schleppten wir erstmal unsere Projekte und Rechner hoch und gingen dann zur Eröffnungsveranstaltung um 1200 in die Aula. Der Vertrag mit dem "Eine Welt Haus" beinhaltet eine komische Regel, die besagt, dass wenn jemand mit Einweggeschirr oder Einwegbesteck gesehen wird, die Veranstaltung sofort abgebrochen wird. Nun ja wir benutzen sowas eh nie. Im gesamten Gebäude ist Rauchverbot, was ich als sehr angenehm empfinde, auch wenn ich selbst zur qualmenden Fraktion gehöre. Eine weitere Regel besagt, dass um 0100 das Gebäude geräumt sein muss und niemand im Gebäude übernachten darf. Nicht gerade CCC typisch, dass um 1 Uhr Schluss ist, aber somit sind morgens um 1000 deutlich mehr Gesichter zu sehen. Der Fahrplan war echt chaotisch und wurde ständig aus allerlei Gründen geändert. Nach der organisatorischen Besprechung fingen wir an, die BlinkenArea aufzubauen.</p>


<p align="justify">Das Netz mit 3Mbit Leitung nach draussen funktionierte auf Anhieb. Es gibt flächendeckend WLan und auch ein kabelgebundenes Netz mit funktionierendem DHCP. Weiterhin kann man auch IPs per Wäscheklammer bekommen. Das POC hat auch wieder ganze Arbeit geleistet. DECT mit Kapazität für 5500 Telefone und ISDN für die BlinkenArea sind komplett verfügbar. Die 68 angemeldeten Telefone sind auch über 2 Leitungen von aussen über die Nummer +49 (0)89 59 98 91 96 67 - XXX zu erreichen.</p>
Das Netz mit 3Mbit Leitung nach draussen funktionierte auf Anhieb. Es gibt flächendeckend WLan und auch ein kabelgebundenes Netz mit funktionierendem DHCP. Weiterhin kann man auch IPs per Wäscheklammer bekommen. Das POC hat auch wieder ganze Arbeit geleistet. DECT mit Kapazität für 5500 Telefone und ISDN für die BlinkenArea sind komplett verfügbar. Die 68 angemeldeten Telefone sind auch über 2 Leitungen von aussen über die Nummer +49 (0)89 59 98 91 96 67 - XXX zu erreichen.


Die [[BlinkenArea]] Durchwahlnummern:
Die [[BlinkenArea]] Durchwahlnummern:
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* 313 Kathe
* 313 Kathe
* 333 ST
* 333 ST
 
<p align="justify">Nach aussen darf verständlicherweise nur die Orga telefonieren. Intern können gleichzeitig bis zu 72 DECT und unendlich Gespräche geführt werden.</p>


<p align="justify">Gegen 1400 blinkte soweit alles. Wir schauten uns erstmal um und quatschten viel mit Leuten, die wir seit dem Kongress nicht mehr gesehen haben. Die Funker bauten auf der Terrasse ein paar Monster-Antennen auf und verstrahlen die Gegend ordentlich ;-). Überall hängen Hinweisschilder, die darauf aufmerksam machen, dass sich Personen mit labilen Herzschrittmachern besser nicht im näheren Umfeld aufhalten sollten und das mit "erhöhter elektromagnetischer Strahlung" zu rechnen sei. Trotz schönem Wetter ist die Dachterrasse relativ wenig frequentiert, komisch. Gegen 1800 wurde die Kaffee- und Frühstücksflatrate in der angeschlossenen Cafeteria abgeschalten, obwohl versprochen wurde, dass es die ganze Zeit Kaffee und Frühstück geben würde. Die Kneipe hat wohl nicht genug Umsatz gemacht. Die nächsten Tage wird die Kaffee und Futterversorgung am Nachmittag wohl ins Foyer verlegt.</p>
Nach aussen darf verständlicherweise nur die Orga telefonieren. Intern können gleichzeitig bis zu 72 DECT und unendlich Gespräche geführt werden.


<p align="justify">Ab 1900 fingen 1stein und ich in der BlinkenArea an zu "arbeiten". Es gab eine neue blib, eine neue Version vom blccc und weitere kleine blinkende Tools mit neuen Versionen die getestet werden wollten. Bei blinkensim fanden wir noch ein kleines Problem und hackten einen Patch, den wir noch schnell einschickten. Sven freute sich und meinte, es wird bald eine neue Version geben. Dann beschäftigten wir uns mit der eigentlichen eh2004 Aufgabe die wir uns vorgenommen haben: Littleligts Graustufen verpassen. Dazu müssen Hard- und Software Anpassungen vorgenommen werden. Erstmal bekam das Haus temporär ein CD-ROM und eine neue 1GB! Platte, auf der wir Debian installierten. Dann musste noch eine Schaltung gelötet werden, mit der wir einen 2kHz Takt generieren können. Dieser wird an den ACK Pin des Parallelports gelegt um einen Interrupt zu erzeugen, den wir für die Graustufen benötigen. Während ich die Schaltung lötete, hackte 1stein ein Kernelmodul/Treiber. Das machten wir relativ erfolglos bis 0100 und dann war auch schon Schluss für diesen Tag.</p>
Gegen 1400 blinkte soweit alles. Wir schauten uns erstmal um und quatschten viel mit Leuten, die wir seit dem Kongress nicht mehr gesehen haben. Die Funker bauten auf der Terrasse ein paar Monster-Antennen auf und verstrahlen die Gegend ordentlich ;-). Überall hängen Hinweisschilder, die darauf aufmerksam machen, dass sich Personen mit labilen Herzschrittmachern besser nicht im näheren Umfeld aufhalten sollten und das mit "erhöhter elektromagnetischer Strahlung" zu rechnen sei. Trotz schönem Wetter ist die Dachterrasse relativ wenig frequentiert, komisch. Gegen 1800 wurde die Kaffee- und Frühstücksflatrate in der angeschlossenen Cafeteria abgeschalten, obwohl versprochen wurde, dass es die ganze Zeit Kaffee und Frühstück geben würde. Die Kneipe hat wohl nicht genug Umsatz gemacht. Die nächsten Tage wird die Kaffee und Futterversorgung am Nachmittag wohl ins Foyer verlegt.
 
Ab 1900 fingen 1stein und ich in der BlinkenArea an zu "arbeiten". Es gab eine neue blib, eine neue Version vom blccc und weitere kleine blinkende Tools mit neuen Versionen die getestet werden wollten. Bei blinkensim fanden wir noch ein kleines Problem und hackten einen Patch, den wir noch schnell einschickten. Sven freute sich und meinte, es wird bald eine neue Version geben. Dann beschäftigten wir uns mit der eigentlichen eh2004 Aufgabe die wir uns vorgenommen haben: Littleligts Graustufen verpassen. Dazu müssen Hard- und Software Anpassungen vorgenommen werden. Erstmal bekam das Haus temporär ein CD-ROM und eine neue 1GB! Platte, auf der wir Debian installierten. Dann musste noch eine Schaltung gelötet werden, mit der wir einen 2kHz Takt generieren können. Dieser wird an den ACK Pin des Parallelports gelegt um einen Interrupt zu erzeugen, den wir für die Graustufen benötigen. Während ich die Schaltung lötete, hackte 1stein ein Kernelmodul/Treiber. Das machten wir relativ erfolglos bis 0100 und dann war auch schon Schluss für diesen Tag.


'''10.04.2004'''
'''10.04.2004'''


<p align="justify">Morgens um 1000 stiefelten 1stein und ich erstmal los, um in einem Elektronik Geschäft Bauteile für die 2kHz Schaltung zu besorgen. Die Idee vom Vortag haben wir wegen Nichtfunktionierens verworfen. Auf Verdacht nahmen wir noch ein paar ICs, Kondensatoren, Potis und Widerstände zusätzlich mit, was sich später noch bewährte. Dann korregierten wir noch kleine Fehler in unseren Vortragsfolien für den Abend und danach ging es in einer kleinen Gruppe zum Cray-Cyber Grossrechnermuseum, dass extra für Easterhegger geöffnet hat. Im Museumsrechenzentrum von [http://www.cray-cyber.org Cray-Cyber.org] sind mehrere Crays, mehrere Control Data Mainframes, eine NEC SX-4, einige PDP-11 und viel funktionierende Peripherie zu den Anlagen zu sehen. 500 MB Platten, so groß wie Waschmaschinen, CPUs so groß wie ein Kleiderschrank, eine Tape Library in Aktion, die permanent Tapes hin und her wechselte, ein Kettendrucker und noch viel mehr. Und wie gesagt, ein großer Teil der Maschinen ist an und funktionstüchtig. Wir bekamen eine super Führung. Die aktuell im Betrieb gewesenen Maschinen zogen zu dem Zeitpunkt an dem wir da waren ca. 150 Ampere über 3 Phasen aus dem Münchener Stromnetz. Das sind grob über den Daumen 35kW. Um die produzierte Hitze in den Räumen rauszubekommen, war eine 40kW Klimaanlage installiert. Es war echt der Hammer, mal solche Maschinen live zu sehen und auch mal anzufassen. Wir waren 1730 wieder im Haus und mussten uns beeilen die Projekte runter in den Vortragsraum zu schleppen, da unser BlinkenArea Vortrag um 1800 beginnen sollte. 1815 ging es dann auch los und wir erzählten und diskutierten knapp 2 Stunden über blinkende und verwandte Themen. [[AudioVideo]] wurde davon auch aufgenommen. Wenn wir es in die Hände bekommen, stellen wir es natürlich online, bzw. linken hin. Nach dem Vortrag schraubten wir noch weiter an den Graustufen von Littlelights, aber es wollte alles nicht so recht funktionieren. Die zweite Schaltungsversion wanderte in den Müll und der dritte Anlauf wurde gestartet.
Morgens um 1000 stiefelten 1stein und ich erstmal los, um in einem Elektronik Geschäft Bauteile für die 2kHz Schaltung zu besorgen. Die Idee vom Vortag haben wir wegen Nichtfunktionierens verworfen. Auf Verdacht nahmen wir noch ein paar ICs, Kondensatoren, Potis und Widerstände zusätzlich mit, was sich später noch bewährte. Dann korregierten wir noch kleine Fehler in unseren Vortragsfolien für den Abend und danach ging es in einer kleinen Gruppe zum Cray-Cyber Grossrechnermuseum, dass extra für Easterhegger geöffnet hat. Im Museumsrechenzentrum von [http://www.cray-cyber.org Cray-Cyber.org] sind mehrere Crays, mehrere Control Data Mainframes, eine NEC SX-4, einige PDP-11 und viel funktionierende Peripherie zu den Anlagen zu sehen. 500 MB Platten, so groß wie Waschmaschinen, CPUs so groß wie ein Kleiderschrank, eine Tape Library in Aktion, die permanent Tapes hin und her wechselte, ein Kettendrucker und noch viel mehr. Und wie gesagt, ein großer Teil der Maschinen ist an und funktionstüchtig. Wir bekamen eine super Führung. Die aktuell im Betrieb gewesenen Maschinen zogen zu dem Zeitpunkt an dem wir da waren ca. 150 Ampere über 3 Phasen aus dem Münchener Stromnetz. Das sind grob über den Daumen 35kW. Um die produzierte Hitze in den Räumen rauszubekommen, war eine 40kW Klimaanlage installiert. Es war echt der Hammer, mal solche Maschinen live zu sehen und auch mal anzufassen. Wir waren 1730 wieder im Haus und mussten uns beeilen die Projekte runter in den Vortragsraum zu schleppen, da unser BlinkenArea Vortrag um 1800 beginnen sollte. 1815 ging es dann auch los und wir erzählten und diskutierten knapp 2 Stunden über blinkende und verwandte Themen. [[AudioVideo]] wurde davon auch aufgenommen. Wenn wir es in die Hände bekommen, stellen wir es natürlich online, bzw. linken hin. Nach dem Vortrag schraubten wir noch weiter an den Graustufen von Littlelights, aber es wollte alles nicht so recht funktionieren. Die zweite Schaltungsversion wanderte in den Müll und der dritte Anlauf wurde gestartet.
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'''11.04.2004'''
'''11.04.2004'''


<p align="justify">Wo wir am Abend aufgehört hatten, machten wir am morgen weiter. Die 2kHz am Parallelport liefen mittlerweile, aber die Software hatte noch ein paar kleinere Fehler, die 1stein dann aber relativ schnell fand. Seit 1330 ist die Graustufenoperation an [[LittleLights]] als erfolgreich zu betrachten. Das aktuelle blccc 1.999 mit blinkISDN arbeitet auch bestens und per Telefon kann nun wieder gespielt werden.</p>
Wo wir am Abend aufgehört hatten, machten wir am morgen weiter. Die 2kHz am Parallelport liefen mittlerweile, aber die Software hatte noch ein paar kleinere Fehler, die 1stein dann aber relativ schnell fand. Seit 1330 ist die Graustufenoperation an [[LittleLights]] als erfolgreich zu betrachten. Das aktuelle blccc 1.999 mit blinkISDN arbeitet auch bestens und per Telefon kann nun wieder gespielt werden.


* 370 Pong
* 370 Pong
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* 369 [[LoveLetters]]  
* 369 [[LoveLetters]]  


<p align="justify">Nachdem wir unser Ziel erreicht haben, sind wir Essen gegangen und werden erstmal entspannen, spielen und Graustufenfilme schauen ;-).</p>
Nachdem wir unser Ziel erreicht haben, sind wir Essen gegangen und werden erstmal entspannen, spielen und Graustufenfilme schauen ;-).


<p align="justify">Die Langeweile scheint wieder extrem hoch gewesen zu sein und die Fraktion der geistig anders Befähigten sniffte wieder und freute sich, wenn mal ein ssh1 oder gar ein plain Passwort vorbei kam. Ich änderte noch schnell was im Wiki und achtete nicht auf die https Verbindung und das wars. Glücklicherweise hatten wir schnell Bescheid bekommen und wir konnten den Server kurz anhalten, das Passwort ändern, die https Seite auf der Startseite fest verlinken, den "Ich-war-hier"-Schriftzug entfernen und wieder starten. Krasser Hack!</p>
Die Langeweile scheint wieder extrem hoch gewesen zu sein und die Fraktion der geistig anders Befähigten sniffte wieder und freute sich, wenn mal ein ssh1 oder gar ein plain Passwort vorbei kam. Ich änderte noch schnell was im Wiki und achtete nicht auf die https Verbindung und das wars. Glücklicherweise hatten wir schnell Bescheid bekommen und wir konnten den Server kurz anhalten, das Passwort ändern, die https Seite auf der Startseite fest verlinken, den "Ich-war-hier"-Schriftzug entfernen und wieder starten. Krasser Hack!


'''12.04.2004'''
'''12.04.2004'''


<p align="justify">Am letzten Tag war eher entspannen und halbwegs ausschlafen angesagt. Wir machten noch einen Datenabgleich, saugten ein paar Video Mitschnitte der Vorträge, hörten die Abschlussveranstaltung und bauten dann gemeinsam das POC und die BlinkenArea ab. Bei Pizza Hut ließen wir den Easterhegg ausklingen und fuhren gegen 1800 Richtung Heimat.</p>
Am letzten Tag war eher entspannen und halbwegs ausschlafen angesagt. Wir machten noch einen Datenabgleich, saugten ein paar Video Mitschnitte der Vorträge, hörten die Abschlussveranstaltung und bauten dann gemeinsam das POC und die BlinkenArea ab. Bei Pizza Hut ließen wir den Easterhegg ausklingen und fuhren gegen 1800 Richtung Heimat.
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-- [[User:StephanKambor|STephan Kambor]]


[[Category:Events]]
[[Category:Events]]

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EasterHack2004Log von ST

09.04.2004

Kathe und ich sind so gegen 1030 in München angekommen. 1stein und Sphaera sind schon am Vortag angereist und lagen noch in den Federn. Wir meldeten uns erstmal am Eingang und alles ging schnell und unkompliziert. Wir hatten vorab überwiesen und unsere Badges waren schon gedruckt und einlaminiert. Wir bekamen zusammen mit dem Phone Operation Center [POC] Platz im ersten Stock. Also schleppten wir erstmal unsere Projekte und Rechner hoch und gingen dann zur Eröffnungsveranstaltung um 1200 in die Aula. Der Vertrag mit dem "Eine Welt Haus" beinhaltet eine komische Regel, die besagt, dass wenn jemand mit Einweggeschirr oder Einwegbesteck gesehen wird, die Veranstaltung sofort abgebrochen wird. Nun ja wir benutzen sowas eh nie. Im gesamten Gebäude ist Rauchverbot, was ich als sehr angenehm empfinde, auch wenn ich selbst zur qualmenden Fraktion gehöre. Eine weitere Regel besagt, dass um 0100 das Gebäude geräumt sein muss und niemand im Gebäude übernachten darf. Nicht gerade CCC typisch, dass um 1 Uhr Schluss ist, aber somit sind morgens um 1000 deutlich mehr Gesichter zu sehen. Der Fahrplan war echt chaotisch und wurde ständig aus allerlei Gründen geändert. Nach der organisatorischen Besprechung fingen wir an, die BlinkenArea aufzubauen.

Das Netz mit 3Mbit Leitung nach draussen funktionierte auf Anhieb. Es gibt flächendeckend WLan und auch ein kabelgebundenes Netz mit funktionierendem DHCP. Weiterhin kann man auch IPs per Wäscheklammer bekommen. Das POC hat auch wieder ganze Arbeit geleistet. DECT mit Kapazität für 5500 Telefone und ISDN für die BlinkenArea sind komplett verfügbar. Die 68 angemeldeten Telefone sind auch über 2 Leitungen von aussen über die Nummer +49 (0)89 59 98 91 96 67 - XXX zu erreichen.

Die BlinkenArea Durchwahlnummern:

  • 301 1stein
  • 303 Sphaera
  • 313 Kathe
  • 333 ST

Nach aussen darf verständlicherweise nur die Orga telefonieren. Intern können gleichzeitig bis zu 72 DECT und unendlich Gespräche geführt werden.

Gegen 1400 blinkte soweit alles. Wir schauten uns erstmal um und quatschten viel mit Leuten, die wir seit dem Kongress nicht mehr gesehen haben. Die Funker bauten auf der Terrasse ein paar Monster-Antennen auf und verstrahlen die Gegend ordentlich ;-). Überall hängen Hinweisschilder, die darauf aufmerksam machen, dass sich Personen mit labilen Herzschrittmachern besser nicht im näheren Umfeld aufhalten sollten und das mit "erhöhter elektromagnetischer Strahlung" zu rechnen sei. Trotz schönem Wetter ist die Dachterrasse relativ wenig frequentiert, komisch. Gegen 1800 wurde die Kaffee- und Frühstücksflatrate in der angeschlossenen Cafeteria abgeschalten, obwohl versprochen wurde, dass es die ganze Zeit Kaffee und Frühstück geben würde. Die Kneipe hat wohl nicht genug Umsatz gemacht. Die nächsten Tage wird die Kaffee und Futterversorgung am Nachmittag wohl ins Foyer verlegt.

Ab 1900 fingen 1stein und ich in der BlinkenArea an zu "arbeiten". Es gab eine neue blib, eine neue Version vom blccc und weitere kleine blinkende Tools mit neuen Versionen die getestet werden wollten. Bei blinkensim fanden wir noch ein kleines Problem und hackten einen Patch, den wir noch schnell einschickten. Sven freute sich und meinte, es wird bald eine neue Version geben. Dann beschäftigten wir uns mit der eigentlichen eh2004 Aufgabe die wir uns vorgenommen haben: Littleligts Graustufen verpassen. Dazu müssen Hard- und Software Anpassungen vorgenommen werden. Erstmal bekam das Haus temporär ein CD-ROM und eine neue 1GB! Platte, auf der wir Debian installierten. Dann musste noch eine Schaltung gelötet werden, mit der wir einen 2kHz Takt generieren können. Dieser wird an den ACK Pin des Parallelports gelegt um einen Interrupt zu erzeugen, den wir für die Graustufen benötigen. Während ich die Schaltung lötete, hackte 1stein ein Kernelmodul/Treiber. Das machten wir relativ erfolglos bis 0100 und dann war auch schon Schluss für diesen Tag.

10.04.2004

Morgens um 1000 stiefelten 1stein und ich erstmal los, um in einem Elektronik Geschäft Bauteile für die 2kHz Schaltung zu besorgen. Die Idee vom Vortag haben wir wegen Nichtfunktionierens verworfen. Auf Verdacht nahmen wir noch ein paar ICs, Kondensatoren, Potis und Widerstände zusätzlich mit, was sich später noch bewährte. Dann korregierten wir noch kleine Fehler in unseren Vortragsfolien für den Abend und danach ging es in einer kleinen Gruppe zum Cray-Cyber Grossrechnermuseum, dass extra für Easterhegger geöffnet hat. Im Museumsrechenzentrum von Cray-Cyber.org sind mehrere Crays, mehrere Control Data Mainframes, eine NEC SX-4, einige PDP-11 und viel funktionierende Peripherie zu den Anlagen zu sehen. 500 MB Platten, so groß wie Waschmaschinen, CPUs so groß wie ein Kleiderschrank, eine Tape Library in Aktion, die permanent Tapes hin und her wechselte, ein Kettendrucker und noch viel mehr. Und wie gesagt, ein großer Teil der Maschinen ist an und funktionstüchtig. Wir bekamen eine super Führung. Die aktuell im Betrieb gewesenen Maschinen zogen zu dem Zeitpunkt an dem wir da waren ca. 150 Ampere über 3 Phasen aus dem Münchener Stromnetz. Das sind grob über den Daumen 35kW. Um die produzierte Hitze in den Räumen rauszubekommen, war eine 40kW Klimaanlage installiert. Es war echt der Hammer, mal solche Maschinen live zu sehen und auch mal anzufassen. Wir waren 1730 wieder im Haus und mussten uns beeilen die Projekte runter in den Vortragsraum zu schleppen, da unser BlinkenArea Vortrag um 1800 beginnen sollte. 1815 ging es dann auch los und wir erzählten und diskutierten knapp 2 Stunden über blinkende und verwandte Themen. AudioVideo wurde davon auch aufgenommen. Wenn wir es in die Hände bekommen, stellen wir es natürlich online, bzw. linken hin. Nach dem Vortrag schraubten wir noch weiter an den Graustufen von Littlelights, aber es wollte alles nicht so recht funktionieren. Die zweite Schaltungsversion wanderte in den Müll und der dritte Anlauf wurde gestartet.

11.04.2004

Wo wir am Abend aufgehört hatten, machten wir am morgen weiter. Die 2kHz am Parallelport liefen mittlerweile, aber die Software hatte noch ein paar kleinere Fehler, die 1stein dann aber relativ schnell fand. Seit 1330 ist die Graustufenoperation an LittleLights als erfolgreich zu betrachten. Das aktuelle blccc 1.999 mit blinkISDN arbeitet auch bestens und per Telefon kann nun wieder gespielt werden.

  • 370 Pong
  • 371 Snake
  • 372 Retris
  • 373 XXO
  • 376 Uhr
  • 377 Matrix (Screensaver)
  • 378 Quix (Screensaver)
  • 369 LoveLetters

Nachdem wir unser Ziel erreicht haben, sind wir Essen gegangen und werden erstmal entspannen, spielen und Graustufenfilme schauen ;-).

Die Langeweile scheint wieder extrem hoch gewesen zu sein und die Fraktion der geistig anders Befähigten sniffte wieder und freute sich, wenn mal ein ssh1 oder gar ein plain Passwort vorbei kam. Ich änderte noch schnell was im Wiki und achtete nicht auf die https Verbindung und das wars. Glücklicherweise hatten wir schnell Bescheid bekommen und wir konnten den Server kurz anhalten, das Passwort ändern, die https Seite auf der Startseite fest verlinken, den "Ich-war-hier"-Schriftzug entfernen und wieder starten. Krasser Hack!

12.04.2004

Am letzten Tag war eher entspannen und halbwegs ausschlafen angesagt. Wir machten noch einen Datenabgleich, saugten ein paar Video Mitschnitte der Vorträge, hörten die Abschlussveranstaltung und bauten dann gemeinsam das POC und die BlinkenArea ab. Bei Pizza Hut ließen wir den Easterhegg ausklingen und fuhren gegen 1800 Richtung Heimat.